Und was geschah dann weiter? Beinahe zehn Jahre nichts mehr. Erst im Jahre 1969 ergriff Dir. Walter Zugal erneut die Initiative und begann nach den Plänen des Dipl.-Arch. Josef Gschösser mit der Errichtung der Tennisanlage im Matzenpark. Als Gemeinderat und Funktionär der Raiffeisenbank Brixlegg tat er sich wohl leichter als seine Vorgänger, für die Ausführung der gesamten Arbeit war er aber allein verantwortlich und zuständig. Ein arbeitsfähiger Ausschuss wurde erst nach Fertigstellung der Anlage gegründet.
Baubeginn war der Sommer 1969, die Tennisplatzeröffnung im Frühsommer 1970. Trotz aller Unkenrufe, man werde von den Bremsen und Mücken aufgefressen werden, Hang- und Grundwasser werden die Anlage überschwemmen, gedieh der TC Brixlegg prächtig. Bald war die Anlage zu klein, und es wurde im Jahre 1973 ein vierter Platz und im Jahre 1980 ein fünfter dazugebaut.
Mit dem clubeigenen Vereinshaus zählte die Anlage bereits damals zu den schönsten und beliebtesten im Lande Tirol, was die zahlreichen Besucher bei diversen Veranstaltungen immer wieder feststellten. Das Clubhaus kristallisierte sich immer mehr als gesellschaftlicher Mittelpunkt heraus. Zuerst wurde es von der Fam. Gerhard und Maria Markl, dann von der Fam. Friedrich und Maria („Midi“) Knoll und später von der Fam. Max und Gretl Wurm jeweils hervorragend geleitet. Seit 2007 wird das Vereinslokal tadellos von Margit Schlapp und Maria Bachmann geführt.
Wie war es möglich, dass eine clubeigene, millionenteure Anlage geschaffen werden konnte und diese noch dazu seit vielen Jahren schuldenfrei dasteht? Die Marktgemeinde Brixlegg übernahm ein vom Club aufgenommenes Darlehen, der Fremdenverkehrsverband Brixlegg unterstützte den Club ebenfalls wesentlich. Weitere kräftige Hilfe erhielt der Club von seinem Dachverband, dem ASVÖ Tirol, sowie vom Amt der Tiroler Landesregierung, nicht zuletzt vom heimischen Geldinstitut, der Raiffeisenbank Brixlegg. Den Löwenanteil allerdings erbrachten die Mitglieder selbst mit der einmalig zu errichtenden Einschreibgebühr, dem jährlich zu leistenden Saisonbeitrag und durch die Arbeit einiger Unentwegter, einiger Idealisten oder wie man sie sonst nennen will.
Anfänglich wurde durch viele Jahre das sportliche Geschehen von VD Walter Zugal und Gerhard Markl dominiert, wobei letzterer mit seiner Frau Maria Abonnementmeister im Mixed und mit Ing. Rudolf Puecher im Herren-Doppel war. Als Clubmeister abgelöst wurde Zugal von Gerhard Markl, Harald Knoll, Reinhold Sigl, dessen Bruder Michael Sigl und dann durch den über mehrere Jahre die Vereinsmeisterschaften dominierenden Josef Sigl, der diesen Titel sieben Mal und damit bisher mit Abstand am öftesten gewinnen konnte. Er wäre mit Sicherheit nach wie vor eine der wichtigsten Säulen des TC Brixlegg, wäre er nicht im Jahre 1999 im Alter von 31 Jahren für immer aus den Reihen des Tennisclubs geschieden. Um die Jahrtausendwende bestimmten die Brüder Walter und Dieter Markl das Geschehen, bevor Toni Schipflinger diese Dominanz brechen konnte. In den letzten Jahren wechselten sich somit Markl und Schipflinger recht regelmäßig ab, was den Vereinsmeistertitel betrifft.
Bei den Damen war Maria Markl jahrelang Spitzenspielerin des Clubs. Der oftmaligen Meisterin folgten Karin Margreiter, Marisa Schwarzenberger und Michaela Weinberger als Titelträgerinnen. Nach der Jahrtausendwende wechselten sich Karin Margreiter und Hilde Gapp fast alljährlich als Vereinsmeisterinnen ab. Im Jahr 2008 gab es dann mit Gerti Siegmund seit langem wieder eine neue Vereinsmeisterin. Danach konnte Martina Zenz 2 Jahre in Folge den Vereinsmeistetitel für sich beanspruchen.
Als erfolgreichster Tennisspieler des Clubs auf Landesebene ist Ehrenobmann Walter Zugal zu nennen, der in seiner jeweiligen Altersklasse mehrmals Landesmeister wurde, dies in der Halle und im Freien.
In den Jahren 2000/01 überstand der TC Brixlegg eine unfreiwillige Spielpause, in der das gesamte Vereinsleben nach Rattenberg verlegt werden musste. Grund dafür waren mehrere Bodenabsenkungen durch Tunnelarbeiten unter dem Tennisareal, die eine Sperrung und anschließend komplette Sanierung des Tennisplatzes notwendig machten. Die Ängste vieler Clubmitglieder und Vorstandsmitglieder, der Tennisclub würde sich von diesem „Desaster“ nicht mehr erholen, wurden zum Glück nicht bestätigt, und der Tennisclub schaffte mit neuen Plätzen und dem großen Einsatz von Obmann Josef Schneider, Rechtsanwältin Margit Markl, den Vorstandsmitgliedern und vieler Idealisten einen gelungenen Neuanfang. Unter der hervorragenden Leitung vom Max Wurm und der Mithilfe vieler freiwilliger Helfer konnte im Herbst/Winter 2003/04 zuletzt auch noch das Clubhaus teilsaniert werden, sodass im Frühjahr 2004 die gesamte Tennisanlage in neuem Glanz erschien. Auch im Frühjahr 2009 verpassten die Vereinsmitglieder unter Obmann Martin Sigl dem Vereinslokal ein neues, schickes Aussehen.
Heute befindet sich der TC Brixlegg durch den Zustrom vieler neuer Clubmitglieder und einer gelungenen Jugend- und Vereinsarbeit sportlich und gesellschaftlich im Aufwind!
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